Lärm- und Abgasbelastung K9

Sehr geehrter Herr Fischer,

wir bitten Sie, folgenden Antrag auf die Tagesordnung des kommenden Nahverkehrs- und Straßenbauausschusses am 19.02.2014 zu setzen:

Antrag:

  1. Temporeduzierung in beiden Fahrtsrichtungen auf dem Abschnitt der K9 Kreuzung Moerser Sr./Bergfeld bis Ortseingang Ilverich (30 km/h statt 50 km/h bzw. 50 km/h statt 70 km/h.
  2. Temporeduzierung in beiden Fahrtrichtungen auf der L 137 auf 50 km/h statt 70 km/h in Höhe der Kreuzung Moerser Str./Bergfeld
  3. Durchfahrtsbeschränkung für den allgemeinen LKW Verkehr ab 7,5 t auf dem Abschnitt der K9 Kreuzung Moerser Str./Bergfeld bis Stadtgrenze Krefeld
  4. Regelmäßige Kontrollen durch die jeweils zuständigen Verwaltungsorgane auf Einhaltung der getroffenen Regelungen


Begründung:
Seit mehreren Monaten stellen wir fest, dass die auf der K9 (Bergfeld) geltenden Geschwindigkeiten in zunehmender Weise nicht eingehalten werden. Dies trifft auf alle motorisierten Verkehrsteilnehmer zu und führt dazu, dass sich sowohl das subjektive als auch das objektive Lärmempfinden drastisch erhöht hat.

Es reicht nach unserer Meinung nicht aus, eine auf einer Straßenverkehrszählung beruhenden lärmtechnischen Berechnung, das Lärmempfinden zu beschreiben.
Unbestritten steht fest, dass bei unterschiedlichen Geschwindigkeiten ein jeweils anderer Lärmpegel gilt.

Die Stadt Meerbusch hat in der letzten Zeit bereits mehrmals Geschwindigkeitskontrollen in diesem Abschnitt vorgenommen, die nach unserer Informationen die zu hohen Geschwindigkeiten und den damit verbundenen Anstieg des Lärmpegels belegen.

Am 16.10.2013 wurde mit Herrn Bechert (Bereichsleiter Bürgerbüro; Sicherheit und Umwelt der Stadt Meerbusch) eine Lärmpegelmessung in Höhe Auf der Gath und in Höhe des Ortseingangs Strümper Berg durchgeführt.
Auch hier wurden bei leider nur subjektiv empfundenen Geschwindigkeiten gravierende unterschiedliche Lärmpegel gemessen.

Aus diesem Grund wurde von einem Bürger eine Lärm- und Geschwindigkeitsmessung mit handelsüblichen Geräten an den gleichen Standorten an unterschiedlichen Tagen und Zeiten durchgeführt, wohlwissend, dass diese Messungen keinerlei rechtliche Relevanz haben und einer gewissen Toleranz unterliegen. Ergebnis: hohe Geschwindigkeiten führten zu einem ebenso größeren Lärmpegel, in der Spitze bis zu knapp 90dB.

Mit freundlichen Grüßen

Unterschrift

Carsten Thiel
Fraktionsvorsitzender

gez.

Heinrich P. Weyen
sachkundiger Bürger