Verkehrsbelastung Neuss und Meerbusch (Autobahnanschluss A52, L 137, Handweiser)

Sehr geehrter Herr Fischer,

wir bitten Sie, folgende Anfrage auf die Tagesordnung des kommenden Nahverkehrs- und Straßenbauausschusses am 15.10.2013 zu setzen.

Anfrage:

  1. Inwieweit lassen die Bebauungspläne der Stadt Neuss (Bataverstr.) und die Bebauungspläne der Stadt Meerbusch für das ehemalige Böhlergelände, erkennen, ob sich insgesamt eine städtebauliche und verkehrliche Situation ergibt, die für die betroffenen Anlieger unzumutbar ist.
  2. Darüber hinaus ist jetzt schon absehbar, dass die Pendlerströme enorm zunehmen werden und das damit verbundene Verkehrsaufkommen für weitere Belastungen sorgen wird.
  3. Steht die Kreisverwaltung in engem Kontakt mit den jeweils betroffenen Kommunen um einen positiven Einfluss auf die Verkehrssituation zu nehmen?
  4. Die Kreisverwaltung wird beauftragt, jetzt schon entsprechende Optimierungsvorschläge für das Neusser und Meerbuscher Stadtgebiet vorzuschlagen, damit sich die angespannte Verkehrssituation beruhigen kann.
  5. Erwägt die Kreisverwaltung frühzeitig ein umfängliches Verkehrsgutachten in Auftrag zu geben, um die verkehrlichen Auswirkungen besser beurteilen zu können?


Begründung:
In Meerbusch und Neuss wächst die Angst vor dem Ausbau eines 15 Hektar großen Neusser Gewerbegebiets an der Grenze zu Büderich. Es ist also zu befürchten,dass zukünftig sich erhöhter LKW-Verkehr von und nach Neuss durch Büderich-Süd fließt.

Die Neusser Wirtschaftsförderung macht bereits im Internet mit der Entfernung von nur 500 Metern zwischen dem geplanten Gewerbegebiet und der A52 Werbung. So kurz ist die Strecke aber nur, wenn der Schwerverkehr die Abkürzung durch den dicht besiedelten Büdericher Süden nimmt.

Darüber hinaus muss darauf hingewiesen werden, dass es einen weiteren zentralen Knotenpunkt (Handweiser) in nächster Umgebung gibt. Täglich dient er Tausenden Pendlern als Weg zur Arbeit. Gleichzeitig verbindet die Kreuzung Düsseldorf mit dem Neusser Hafen und ist deshalb ein beliebter Zulieferungsweg für Lkw.

Die Folge: Staus und verstopfte Straßen nicht nur nach Meerbusch und Neuss, sondern auch in Richtung Düsseldorf.

Die internationale Zusammenarbeit wird immer stärker. Die Zahl der Containerschiffe, die am Neusser Hafen anlegen, wird sich in den nächsten Jahren sicherlich noch vervielfachen.

Weiterhin planen die Städte Düsseldorf und Meerbusch ein weiteres Großprojekt, den sogenannten Böhler-Park. Die Böhlerstraße, die in Düsseldorf an der Hansaallee (Einfahrt zum ehemaligen Böhlergelände) beginnt, soll vierspurig ausgebaut werden und bis zur Auffahrt der A 52 zwischen Heerdt und Büderich (Neusser Straße/Kevelaerer Straße) führen.

Mit freundlichen Grüßen
-Carsten Thiel-                       -H. P. Weyen-
(Fraktionsvorsitzender)      (sachkundiger Bürger)